EllaYachting

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Seglertipps für die Nördlichen Sporaden

 

 

 

 

 

Start von Lavrion:

 

Wenn südliche Winde wehen, am Besten gleich rauf nach Karystos/ Euböa (= sicherer, großer Hafen, gute Taverne „Cala d´Or“, gute Versorgungsmöglichkeiten); von hier rauf nach Skyros/ Ormos Linaria (Bucht oder Hafen) sind es ca. 67 SM, also eine lange Tagesstrecke!

 

Segelt man von Lavrion gleich rauf bis in die Kastri-Bucht/ Euböa, dann kann man sich am nächsten Tag nach Skyros ca. 10 SM einsparen; die Kastri-Bucht ist sehr sicher, aber ohne Infrastruktur; man ankert einfach in der Mitte; Sandgrund, um 5m.

 

Wenn nördliche Winde wehen, muß man abwarten, weil dann ist die Durchfahrt zwischen Euböa und Andros auch mit Motor eine Strapaze! Besser, man segelt dann rüber nach Kea: die weite Bucht mit dem Hafen eignet sich im Norden und vor dem Sandstrand beim Hafen auch gut zum Ankern, aber die Hafenmole ist auch nett, und es hat gute Tavernen!

 

 

 

Skyros:

 

Kommt man vom Süden rauf, also mit eher südlichen Winden, dann sind die Buchten an der SE-Küste natürlich nicht optimal, und man nimmt die große Linaria-Bucht;

 

gleich nach der breiten östlichen Einfahrt liegt an Steuerbord die kleine, bei S-Wind sehr angenehme Nikolao-Bucht; man kann natürlich auch gleich die drei SM rauf zum Hafen Linaria segeln; da liegt man aber, zumindest bei stärkerem S-Wind, trotz der Murings recht ungemütlich im Schwell; der Hafen selber ist aber blitzsauber und sehr reizvoll, mit Tavernen, Wasser- und Stromanschlüssen.

 

Auto oder Mopeds werden prompt angeliefert, und einem Landausflug über diese große Insel steht nichts mehr im Wege……..

 

Gleich nördlich des Hafen, sozusagen ums Eck`, gibt es auch eine bei nördlichen Winden sehr sichere Ankerbucht!

 

 

 

Von Skyros westwärts sind es ca. 30 SM bis Skanzoura,

 

oder etwa 47 SM bis Skopelos Stadt; nur wenig  kürzer ist die Strecke nach Alonissos.

 

 

 

Skanzoura:

 

eine kleinere, unbewohnte Insel;

 

an der W-Seite gibt es eine, zumindest bei einigermassen ruhiger Wetterlage gut zum Übernachten geeignete Bucht: nordwärts schneidet ein kleiner Einschnitt ein, bietet aber für eine einzelne Jacht ausreichend Platz zum Schwojen; man darf halt nicht zu weit reinfahren;

 

alternativ bietet sich der wesentlich größere, östliche Teil an; hier liegen auch gerne Fischerkaiken;

 

bei West- oder Südwind ist das Ganze aber zum Vergessen!

 

 

 

Alonissos:

 

Der Hafen Patitiri ist hübsch, und auch gut zum Einkaufen; allerdings kann (anscheinend durch die rundliche Form) recht schnell ein sehr unangenehmer Schwell an der Mole entstehen!

 

Wenige SM nördlich gibt es die weite Tsortzi-Bucht: die ist sowohl bei Nordwind, alsauch bei Südwind gut zum Übernachten, weit drinnen, nahe an Scheitel; die flachen Einbuchtungen an der S-Seite der Bucht sind schöne Tages-Ankerplätze.

 

Nochmals wenige SM nördlich, schon in der Abdeckung von Peristera, schneidet dann die kleine, aber äußerst malerische Stenivalla-Bucht ein; auch wenn einen das Ganze beim Näherkommen recht eng vorkommt, kann man gut mit dem Heck anlegen, wirft den Anker dabei vis a vis fast an Land, und achtet auf fallweise größere Steine knapp an der Mole; für die „Mariella“ hat´s aber 2016 auch recht weit drinnen noch gut gereicht.

 

Achtung: bei starkem Südwind wird´s in der Stenivalle äußerst ungemütlich, bzw. auch gefährlich!

 

        –Im Nahbereich bietet sich dann nur die Tsortzi-Bucht als sichere Übernachtungsmöglichkeit an!

 

 

 

Die Buchten an der West- und Südseite von Peristera, aber auch südlich der Stenivalla sind recht hübsch zum Baden, tagsüber; wir haben es schon einmal so gemacht, daß wir bei schönem, heissen Sommerwetter die Stenivalla als „Übernachtungsbasis“ genutzt, und tagsüber in den umliegenden Buchten gefaulenzt haben.

 

 

 

Skopelos:

 

Diese große Insel hat ihren Haupthafen an der NE-Seite, am Scheitel der großen Bucht;

 

Der Hafen ist von der mächtigen und langen Mole nun auch nach Norden sehr gut geschützt!

 

Die Stadt ist hübsch und touristisch, also viele Tavernen und Geschäfte/ Boutiquen…….

 

Die restliche Nordküste ist ohne sichere Liegemöglichkeiten;

 

An der Westseite gibt´s den hübschen und ich denke auch sicheren Hafen Loutraki, vis a vis von Skiathos;

 

An der langen Südküste von Skopelos gibt es einige Buchten und auch kleinere Anleger.

 

 

 

Skiathos:

 

Diese Insel ist die touristische Drehscheibe der Sporaden, einerseits wegen des Flughafens, und andererseits wegen des Hafens, der von den Charterflotten genützt wird;

 

dementsprechend voll ist der Hafen von Freitag bis Sonntag; unter der Woche sollte ein Liegeplatz zu ergattern sein;

 

die Buchten rund um die Insel sind größtenteils fest in der Hand der Sonnenhungrigen, und die Aynkerzonen sind dadurch zumindest stark eingeschränkt; nähere Erfahrungen fehlen mir aber, weil wir Skiathos schon viele Jahre nicht mehr besucht haben!

 

 

 

Pelagonisi:

 

Diese Insel im Norden ist von Alonissos, aber auch von Skopelos Stadt aus völlig problemlos im Laufe eines Tagestörns zu erreichen; der Wind sollte allerdings einigermassen gut passen (S oder W); wenn man den Schlauch zwischen Alonissos un Peristera bei wenig Welle hinter sich läßt, ist man meistens sehr überrascht, wie der Seegang draussen  plötzlich zunimmt!

 

Es sind dann ja nur wenige Seemeilen rüber an die Südküste, und das gibt es dann auch gleich die große, gegliederte Süd-Bucht, wo man im West-, oder Ostteil ankern kann; keinerlei Infrastruktur.

 

Segelt man an der Westküste hoch (bei südlichen Winden eher weiter draussen bleiben, wegen der Abdeckung durch die Insel!), und rundet das langgezogene Kap (bei S-Winde ist der dann weg!), dann erspäht man bei der ersten Ankunft erst recht spät die schmale Einfahrt in die gegen alle Winde völlig geschützte Nordbucht: bei Nordwind kann die See nahe der Durchfahrt recht unangenehm sein; der Radspieler warnt davor, und dann soll auch das Auslaufen schwierig bis unmöglich sein; wir waren schon oft dort, hatten aber noch nie ernstliche Probleme beim Ein- oder Auslaufen; wenn „alle Stricke reissen“, dann würde man sich sowieso an der West- oder Ostküste (mit dem renoviertenKloster am Hügel; die kleine Bucht drunter ist wohl nur mit Ankerwache zu gebrauchen) zurück in die Südbucht blasen lassen (aber in so einem Fall wäre wohl an ein Raufkommen aus dem Süden erst gar nicht zu denken gewesen!);

 

der starke Nordwind ist also hier eher ein Thema für Segler, die von der Chalkidike runterkommen:

 

von/ bis Porto Koupho, dieser see-artig geschützen Bucht am mittleren Finger, sind das etwa 43 SM;

 

hat man die schmale Einfahrt an der Felsküste erst gefunden, dann liegt man drinnen in der Koupho-Bucht, eher im Nordteil, „wie in Abrahams Schoß“, auch wenn die Fallböen undverhofft und mächtig die Hänge runterprasseln können!

 

Sollte man wirklich einmal in der Nordbucht von Pelagonisis eingeweht sein, dann kann man sich auf der Insel sehr gut und ausgiebig die Beine vertreten, z.B. auf gut ausgetretenen Ziegenpfaden runter bis in die Südbucht; von dort kann man über den Bergkamm an der Ostküste raufmaschieren, vorbei an Olivenhainen und einem einfachen Gehöft, bis zum Kloster; von da wäre es dann nur mehr über den Hügel bis in die Nordbucht zurück, aber da gibt es leider keine Wege; -also das Ganze zurück, insgesamt eine Tagestour.

 

 

 

 

 

Westlich von Skiathos

 

kennen wir nur den kleinen und einfachen Anleger von Agios Ioannis, an der Ostküste der Pilion-Halbinsel: hinter der Mole ist aber nur Platz für zwei Schiffe; entlang der weiten Bucht zieht sich ein nettes Dorf, mit Tavernen, vor dem man bei ruhigem Wetter wohl auch ankern kann.

 

 

 

 

 

Und dann nach was zum Thema südliche Winde:

 

Der nörd(östlichen) Winde überwiegen zwar in den Sporaden eindeutig;

 

trotzdem kann es beim Durchzug von Störungen/ Tiefs über das nordgriechische Festland, oder auch weiter im Süden, zwischendurch zu stärkeren Südwinden kommen; die bekannten Häfen und Buchten sind dann vielfach ungeeignet (z.B auch die Stenivalla, die auf der Karte ja recht sicher ausschauen würde!);

 

sicher liegt man bei Südwind auf alle Fälle in Skopelos Stadt, und natürlich in der Pelagonisi-Nordbucht;

 

und dann wären nach meiner eigenen Erfahrung noch die Tsorzti-Bucht/ Alonissos, die Linaria-Bucht/ Skyros (der Hafen, oder eher die Nikolao-Bucht), oder auch die (zugegeben recht abgelegene) kleine Kalogria Südbucht an der Westseite von Skyros brauchbare Alternativen.

 

 

 

Mast- und Schottbruch!

 

Achillio - das Tor zu den Nördlichen Sporaden/Golf von Volos

Nach einem langen Törn mit verschieden Crews rund um den Peloponnes, mit einem Abstecher in die westlichen Kykladen und durch die Brücke von Chalkis (Euböa) hat 

SY Mariella im Zweitstützpunkt Achillio festgemacht. Nach Erkunden des Golfs von Volos und den Nördlichen Sporaden verlässt sie dieses wunderschöne, nicht überlaufene Revier und tritt die Heimreise durch den Kanal von Korinth nach Korfu an. In 2 x 14 Tagen Onewaytörn erreicht die letzte Crew den Heimathafen Marina Gouvia. 

 

Die Planung für die Saison 2020 hat bereits begonnen - es wird wieder nach Skiathos, Skopelos, Alonnisos und vielleicht auch weiter gehen, es gibt noch vieles zu entdecken.